Die Deutschen können's besser

Die Verleihung des deutschen Theaterpreises "Der Faust" im Schauspiel Leipzig erweist sich wider Erwarten als gelungene Show


Reportge: Martin Pesl
Feuilleton | aus FALTER 45/17 vom 08.11.2017

Laaangweilig!" Der Gast aus Wien wird auf die zwölfte Verleihung des deutschen Theaterpreises "Der Faust" eingestimmt. Die Gala sei für drei Stunden ohne Pause angesetzt und erfahrungsgemäß quälend peinlich. Gratis Speis und Trank auf der After-Party seien für viele der einzige Grund, sich in Abendgarderobe zu werfen und herzukommen. Erwartungsminimiert setzt man sich in den Saal des Schauspiels Leipzig, wo die Veranstaltung dieses Jahr ausgerichtet wird -und staunt.

Der Faust existiert seit 2006 als Imitat des Wiener Theaterpreises Nestroy. Der jeweils heimische Bühnenverein möchte mit etwas Glamour den Stellenwert seiner Künstler erhöhen. Anders als beim Nestroy sind die Mitglieder aber nicht auf eine Stadt, sondern auf das ganze unübersichtliche Land verteilt. Neben Schauspiel werden auch Musiktheater und Tanz prämiert, sogar eine Kategorie "Regie Kinder-und Jugendtheater" ist dabei. Die Häuser nominieren einander recht willkürlich, eine Jury wählt dann eine Shortlist und

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