Kommentar Thema Interessenkonflikte

Was das politische System aus der Causa Chorherr lernen kann


Nina Brnada

Meinung, FALTER 45/17 vom 08.11.2017

Christoph Chorherr ist ehrenamtlicher Obmann der Initiative Ithuba, die sich um bessere Bildungschancen von Kindern in Südafrika bemüht. Vergangene Woche wurde die Angelegenheit von seinen Kontrahenten mit zwei Argumenten in Sachen Unvereinbarkeit skandalisiert: Einerseits hat Chorherr im Wiener Gemeinderat mehrmals für die Vergabe öffentlicher Fördergelder an die Initiative gestimmt. Andererseits kamen ihr private Spenden von Förderern aus der Immobilienbranche zugute -dem Bereich, für den Chorherr als Planungssprecher der Grünen politisch zuständig ist.

Die Optik ist schief -nicht nur weil die Verstrickungen evident (und von Chorherr unbestritten) sind, sondern auch, weil sich die Aufmerksamkeit ausschließlich auf die Frage von Chorherrs moralischer Integrität fokussiert. Chorherrs guten Ruf heranzuziehen greift aber genauso zu kurz, wie seinen Kopf zu fordern. Nicht nur Chorherr hat ein Problem, sondern das gesamte politische System in Österreich.

Außer in zugespitzter Form

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