Watchdog

Der Kampf gegen die Windmühlen des Hasses

BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Medien | aus FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Richard Gutjahr ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Blogger, der Journalist wurde auch Augenzeuge von zwei Anschlägen. Seine Bilder vom Lkw, der in Nizza in eine Menschenmenge fuhr, gingen um die Welt. Nur eine Woche später hielt er sich ausgerechnet in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums auf, wo ein Mann Amok lief und die Stadt in Schrecken versetzte. Gutjahr berichtete über beide Ereignisse vor Ort. Und machte sich damit bei Verschwörungstheoretikern verdächtig.

Seither hat sich das Leben des Bloggers drastisch verändert. In einem aufrüttelnden Beitrag legt er nun offen, wie Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger und Antisemiten seit diesen Vorfällen seine Familie attackieren und bedrohen. Sie werfen ihm vor, "Teil einer internationalen Verschwörung zu sein (...). Ziel dieser geheimen Organisation: durch inszenierte Terrorakte die Weltherrschaft zu erlangen."

Gutjahrs Beitrag ist ein Bericht über eine Familie, die der Hass im Netz ins Unglück stürzte. Sie erzählt von der Ohnmacht von Opfern gegenüber den großen Konzernen Facebook und Google, auf deren Plattformen sich die Meute zusammenrottet, und einer überforderten Politik und Justiz.

Empfohlene Nachlese im Netz: www.gutjahr.biz


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