IT-Kolumne

Digitalia


Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Ob die Nutzung von sozialen Netzwerken uns nachhaltig verändert, wird viel diskutiert. Wir wollen ja wissen, ob Menschen in Zukunft etwa weitere Mozarts, Goethes und Marie Curies hervorbringen oder beim Recherchieren von ehemaligen Lebensabschnittspartnern auf das Geniesein vergessen, dafür die Kenntnis der Lieblingshunderasse der Mutter des Nachbarn des neuen Partners der Ex als Allgemeinwissen voraussetzen.

Wertvolle Hinweise zur Zukunft der Menschheit liefert eine neue Studie der deutschen Ruhr-Universität Bochum, die seelische Gesundheit, Persönlichkeitsfaktoren und Nutzung von sozialen Netzwerken unter Erstsemestern abfragte. Fazit: Die Welt der Zukunft bevölkern überdrehte Instagramer und traurige Twitteranten. Facebook-und Instagram-Nutzer waren nämlich eher mit ihrem Leben zufrieden; Letztere neigten zur Extraversion. Die seelische Gesundheit litt, je mehr man auf Twitterund Tumblr unterwegs war, möglicherweise, wie die Autoren schlussfolgern, weil es Plattformen sind, auf denen man hauptsächlich schreibt und liest. Genial.


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