Vom größten Wahlkampfskandal der Geschichte zur Causa finita

Was bleibt vom angeblich größten Wahlkampfskandal der Zweiten Republik, der Affäre Silberstein? Vor allem viele offene Fragen und immer weniger Lust von ÖVP und SPÖ, alle Aspekte ordentlich aufzuklären

Analyse: Josef Redl und Barbara Tóth | Politik | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Er sei, erzählt Tal Silberstein Gesprächspartnern, die ihn in seiner Heimatstadt Tel Aviv in Israel besuchen, als Erstes gerne, ja eigentlich gar kein Wahlkampfberater mehr. Sondern Startup-Geschäftsmann. Das politische Beratungsgeschäft interessiere ihn gar nicht mehr richtig. Silbersteins Auftreten passt auch besser in die quirlige Tel Aviver Startup-Szene als in die Politbüros der Welt. Er gibt sich leger und amikal, trägt beige Chinos und ein Poloshirt, ist, wie viele Israelis mit Offiziersausbildung, durchtrainiert und braungebrannt. Er bringt Dinge schnell und präzise auf den Punkt, in einem Kommandoton, der kaum Zweifel aufkommen lässt. Das beeindruckte auch SPÖ-Chef Christian Kern, der ihn im Herbst 2016 zu seinem Wahlkampfberater machte. Zu den "Silberstein-Methoden" gehörten allerdings nicht nur hervorragende Fokusgruppen-und Umfrageanalysen und Strategieempfehlungen, wie sich im Nationalratswahlkampf 2017 herausstellte, sondern auch handfestes Negative und Dirty Campaigning

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