Nüchtern betrachtet

Probieren wir's doch mal mit Humorlosigkeit!

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: faltershop. at/nuechtern | Feuilleton | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Man wird schwerlich alles, was im Kielwasser der #metoo-Debatte geäußert und gefordert wurde, für verhältnismäßig und vernünftig befinden, aber es ist schon beachtlich, was diese alles auslöst und zutage fördert. Jetzt hat's also auch den ehemaligen Burgtheaterdirektor derklatscht, von dem es ja eh schon immer alle gewusst haben , wie selbst der Theaterszene fernen Menschen wie mir zugetragen wurde. Insofern brauchte es in der Tat verwunderlich viel Zeit, bis sich Zeugen und Betroffene aufraffen konnten, einen Auszug aus Herrn Hartmanns gesammelten Sauereien in einem offenen Brief öffentlich zu machen. Darin gestehen die Unterzeichneten selbst, es sei "erschreckend und beschämend", dass es so lange gedauert und der genannten Debatte bedurft habe.

Genau das habe ich mir eigentlich auch gedacht. Wie kann es sein, dass sich jemand -nämlich offenbar systematisch und nicht einfach nur unter vier Augen, sondern vor Zeugen -wie das letzte Arschloch gebärdet, ohne dass ihn jemand fragt,

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