Die ätherische Realistin

Regisseurin Yael Ronen ist mit ihrem Stück "Gutmenschen" der Wirklichkeit auf den Fersen


Porträt: Sara Schausberger
Feuilleton | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Eigentlich hätte das Stück "Post Truth" heißen sollen. Aber dann ist die Realität wieder einmal schneller gewesen. Die Proben und Pläne wurden über den Haufen geworfen. Das Stück heißt nun "Gutmenschen" und ist so etwas wie die Fortsetzung der Volkstheater-Produktion "Lost and Found". Und es soll Yousif Ahmad vor der Abschiebung bewahren.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Wirklichkeit die Stückentwicklungen von Yael Ronen überholt. Die österreichisch-israelische Regisseurin beginnt ihre Produktionen stets mit einem einfachen Grundgerüst, das kann ein Titel sein oder ein Überthema. Während der Proben entwickelt sie dann gemeinsam mit den Schauspielern das Stück. Bei "Lost and Found" war das Überthema die Flüchtlingskrise. Als die Proben schon in vollem Gange waren, bekam Ronen ein E-Mail von der Volkstheater-Schauspielerin Seyneb Saleh. Darin erzählte diese, dass ihr aus dem Irak geflohener Cousin Yousif vor ein paar Tagen plötzlich in Wien aufgetaucht sei. Die Geschichte

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