Die Pop-Weirdos MGMT haben eine kleine Wundertüte mitgebracht

Musikkritik: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Bei ihrem Durchbruch vor zehn Jahren wurden MGMT in Deutschland als die neuen Pet Shop Boys gehandelt. Der Vergleich hat etwas: Das US-Duo kommt zwar aus einem Indierock-Kontext und flirtete von Anfang an mit psychedelischen Klängen, doch wie bei den englischen Synthie-Poppern war bei MGMT nicht ganz klar, wie ernst sie ihre Musik meinen und ob sie nicht Zyniker sind.

"I've got the brains /You've got the looks /Let's make lots of money" brachte Pet-Shop-Boys-Sänger Neil Tennant den Yuppie-Zeitgeist 1986 im Lied "Opportunities" auf den Punkt. Gut 20 Jahre später klang das bei MGMT-Stimme Andrew VanWyngarden in "Time to Pretend" so: "This is our decision to live fast and die young /We've got the vision, now let's have some fun". Spaß und Erfolg sollten er und sein Partner Ben Goldwasser reichlich haben, mit "Kids" und "Electric Feel" landeten sie zu einem Zeitpunkt, als gitarrenbasierter Indierock langweilig wurde und Synthesizer wieder gefragt waren, zwei weitere große Hits.

Genießen

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige