Ausland Die Welt-Kolumne

Lehrstück Kapstadt: eine Metropole ohne Wasser

Franz Kössler | Meinung | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Die elektronische Uhr der Gemeindeverwaltung von Kapstadt zählt die Minuten bis zum Day Zero. An diesem Tag werden die Wasserhähne abgedreht. Dann wäre die südafrikanische Vier-Millionen-Stadt die erste Metropole der Erde, der das Wasser ausgeht. Als Folge klimatischer Veränderungen, Sorglosigkeit und politischen Versagens.

Der Countdown zur Katastrophe soll die Bewohner der Stadt aufrütteln. Seit dem 1. Februar ist der tägliche Verbrauch pro Kopf auf 50 Liter begrenzt. (In Wien liegt der Durchschnitt bei 130 Litern). Wer dagegen verstößt, riskiert Strafen zwischen 330 und 650 Euro. Dennoch nehmen viele die Dramatik der Situation nicht zur Kenntnis.

Mehr als jeder Zweite hält sich nicht an die Vorgaben, sagt die Stadtverwaltung. Vor allem in den reichen weißen Vierteln werden heimlich weiter Rasen gesprenkelt und Swimmingpools gefüllt.

Vergangene Woche erzielte die Kampagne einen Erfolg: dank des gesunkenen Wasserverbrauchs rutschte Day Zero vom 12. auf den 16. April.

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