Im Frieden zerschmettert in Stücke

Kulturminister Gernot Blümel kämpft für den Denkmalschutz. Er hat viel zu tun: Die Zerstörung eines Antikriegs-Monuments steht bevor


Kommentar: Matthias Dusini
Meinung | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Der Auftritt von Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zum Welterbe muss spontan zustande gekommen sein. Zeitgleich fand nämlich die Jahrespressekonferenz der Bundestheater statt, die ebenfalls in Blümels Zuständigkeitsbereich fallen. Blümel und Strache gaben sich kämpferisch. Das historische Zentrum Wiens dürfe nicht den Weltkulturerbe-Status verlieren. Strache will gar vor Gericht ziehen, um das Unheil abzuwenden -das in Form des geplanten Hotel Intercontinental am Heumarkt naht.

Die Unesco hält den Bau für zu hoch, er würde die historische Silhouette des Stadtzentrums zerstören. Seit Jahren wird gestritten, letzten Juli setzte das Welterbekomitee das Historische Zentrum Wien auf die Rote Liste gefährdeter Denkmäler. Die Republik hatte 1993 das Abkommen zum Schutz des Kultur-und Naturerbes unterschrieben, das Bundeskanzleramt berichtet seither regelmäßig an die Pariser Unesco-Zentrale über die Entwicklungen. Unter dem sozialdemokratischen

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