Kommentar Burgtheater

Mannomann - Hartmann! Die Zeit der Patriarchen ist vorbei


Stefanie Panzenböck
Meinung | aus FALTER 06/18 vom 07.02.2018

Schon wieder Matthias Hartmann. Der Regisseur aus Osnabrück war viereinhalb Jahre Burgtheaterdirektor und ist es seit knapp vier Jahren nicht mehr. Und doch ist er präsent wie eh und je. Dieses Mal nicht als Ankläger oder Beklagter in straf-oder zivilrechtlichen Prozessen nach dem Finanzskandal, auch nicht als Bombast-Künstler (obwohl er am Wochenende gerade das David-Bowie-Musical "Lazarus" in Düsseldorf auf die Bühne gebracht hatte), sondern als Direktor, der seine Grenzen nicht kannte.

60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Standard einen offenen Brief publiziert, in dem sie mit ihrem Ex-Chef hart ins Gericht gehen und sich auch auf die #metoo-Debatte berufen. Sie werfen Hartmann etwa homophobe und sexistische Bemerkungen vor und Klapse aufs Gesäß als "Toi, toi, toi"-Ritual.

Es gehe aber nicht um Strafrechtliches, sondern um ein Klima der Angst und der Verunsicherung. Das sei zusätzlich verstärkt worden, weil Hartmann nicht nur das Haus geleitet, sondern oft selbst Regie

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