IT-Kolumne

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Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 09/18 vom 28.02.2018

Der Hashtag #MeToo ist seit Oktober 2017, als die New York Times über Vorwürfe der sexuellen Übergriffe durch den Filmproduzenten Harvey Weinstein berichtete, in aller Munde. Zwar ist er bei weitem nicht der erste Hashtag, der von sexuellen Übergriffen Betroffenen eine Stimme gibt - davor gab es etwa #YesAllWomen, #aufschrei und #WhyWomenDontReport -doch sowohl bei der Anzahl der Tweets als auch in seiner Reichweite schlägt #MeToo alle anderen.

Ein Team von Datenwissenschaftlern der George Washington University erklärt in einem neuen Projekt diese Entwicklung von #MeToo folgendermaßen: #MeToo wurde erst durch die Hollywoodstars, die erst als Opfer und später als Aktivistinnen ihre Stimme erhoben, so mächtig -und wandelt sich nun zur politischen Bewegung. Anders als kurzlebige virale Hashtags ist #MeToo seit Monaten präsent. Das Aufzeigen von Geschichten der Betroffenen rückt langsam in den Hintergrund, politische Forderungen werden wichtiger. Während Demonstrationen wie des Women's March ist der Hashtag besonders populär.

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