"Ich war nie sinnesverwirrt"

Ein verstörendes Spiegelbild: Das Filmarchiv begleitet die Restaurierung des Films "Die Stadt ohne Juden" mit einer Ausstellung: "Die Stadt ohne"


Schlaglichter: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 10/18 vom 07.03.2018

Im Jahr 1922 veröffentlichte der österreichische Schriftsteller Hugo Bettauer seinen Roman "Die Stadt ohne Juden". Zwei Jahre später wurde das Buch verfilmt, im März 1925 starb Bettauer an den Folgen eines Attentats. Das Filmarchiv Austria restaurierte das Werk, dem lange Zeit wichtige Teile fehlten, und wird es am 21. März erstmals in voller Länge zeigen.

Begleitend dazu findet eine Ausstellung statt, die bereits eröffnet wurde: "Die Stadt ohne" mit dem Untertitel "Juden, Muslime, Flüchtlinge, Ausländer". Es geht um Vergleiche zwischen Vergangenheit und Gegenwart, um den Ausschluss von Menschen damals und heute. In Bettauers als Gesellschaftssatire angelegtem Roman werden alle Juden aus Wien vertrieben, die Stadt verändert sich zu einem kulturlosen Provinznest und am Ende holen die teils geläuterten Antisemiten die Juden wieder zurück. In der Bearbeitung des Regisseurs Hans Karl Breslauer heißt Wien "Utopia" und die Ereignisse werden zu einem Traum.

In der Ausstellung stehen

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