Die Verantwortung der Eva Glawischnig

Die Grüne und das Glück: Was müsste die "Verantwortungsmanagerin" in der Novomatic ändern, damit der Konzern sozial verträglich wird?


Kommentar: Florian Klenk
Meinung | aus FALTER 10/18 vom 07.03.2018

Was für ein Bild: Harald Neumann, der nadelgestreifte Vorstandschef des Gumpoldskirchner Milliardenkonzerns Novomatic, steckt einer seiner größten Kritikerinnen eine Nadel mit dem Konzernlogo ans Revers. Einen Tag vor der Kärntner Wahl präsentierte sich die ehemalige Chefin der Grünen, Eva Glawischnig, als "Verantwortungsmanagerin" des Glücksspielkonzerns. Weil sie "immer schon einmal bei den ganz Großen" sein wollte, wie sie erklärte. Sie wolle "Verantwortung" übernehmen. Ausgerechnet sie. Ausgerechnet hier.

Die Novomatic ist nicht irgendeine Firma. Sie steht im Alleineigentum des ehemaligen Praterunternehmers Johann Graf, hat sich durch aggressives Lobbying, geschicktes Kultursponsoring, Einschüchterung von Spielern, Journalisten, Polizisten und Politikern und vor allem auch durch die existenzvernichtende Spielsucht tausender Kunden ein Milliardenvermögen erwirtschaftet, das sie zum Global Player macht. Der privaten Novomatic gehören heute 17,2 Prozent der mehrheitlich im

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