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Benedikt Narodoslawsky

Inhalt, FALTER 10/18 vom 07.03.2018

Strange things are happening. Falter-Vogelwart (FaVoWa) Klaus Nüchtern hat am Montag sein neues Kaffeehäferl präsentiert. Es ist mit buntem Federvieh bedruckt, eine Art Porzellanlexikon, samt zoologischer Bezeichnung jedes einzelnen Vogelexemplars. Aus Nüchterns Gesicht ließ sich lesen, dass sich aus keiner Tasse dieser Erde besser hinausschnäbeln lässt als aus dieser. Am Abend stand das Häferl dann noch vom FaVoWa zärtlich gepflegt, gewaschen und gestürzt neben der Abwasch. Und am Dienstagmorgen: weg. Nicht mehr aufzufinden. Einfach fortgeflogen.

Manches Häferl verschwindet auf seltsame Weise. Manches Häferl, das verschwinden sollte, bleibt. Es sind die nicht so coolen Tassen, die im zweiten Küchenkastl von links überleben. So wie die Blümchentasse mit der rhetorischen Frage: "Hast du Humor, auch wenn niemand in deiner Nähe ist?" Oder das plumpe Zeug, auf dem für Deppen steht, was da genau hineinsoll, nämlich: "TEA TEA TEA". Geschirr, das die Industrie produziert hat, um nicht geklaut zu werden.

Anders ergeht es dem feinen Geschirr. Im siebten Kastl von links -und das wissen die wenigsten hier im Büro -lagert das Promiporzellan. Es liegt ein wenig abseits, nicht direkt über der Abwasch beim Eingang der Küche, nein, man muss ein paar Extraschritte gehen. Es wird vor allem dann herausgeräumt, wenn die Interviewgäste von Raimund Löw zum Falter-Podcast ins Haus kommen. Es ist weiß, schlicht, elegant und unbedruckt und hat das frühere orange Promiporzellan ersetzt. Das -so erzählen Insider -lagerte einst auch beim Alltagsgeschirr, wurde aber vom Redaktionspöbel nach und nach zerschlagen.

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FALTER 29/19
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