Rückendeckung aus Deutschlands Rundfunk

Nach den Angriffen der Freiheitlichen auf den ORF nehmen deutsche Fernsehkollegen Sebastian Kurz in die Pflicht


Übersicht: Benedikt Narodoslawsky
Medien | aus FALTER 10/18 vom 07.03.2018

Norbert Steger hat alles als Erster gewusst. Als der ehemalige FPÖ-Chef und jetzige blaue ORF-Stiftungsrat im August 2016 zur Wahl des neuen ORF-Generaldirektors schritt, sagte er die Zukunft ziemlich präzise voraus.

Diese ORF-Wahl sei ohnehin egal, meinte Steger. Denn im Jahr 2017 werde die Regierung gesprengt, und es werde vorzeitig gewählt werden. "Die Freiheitliche Partei hat mich bereits beauftragt, ein neues ORF-Gesetz zu machen. Denn ohne Reformen wird's nicht gehen", erzählte Steger den Journalisten damals, als der Kanzler noch Christian Kern und dessen Vize Reinhold Mitterlehner hieß.

Heute regiert Sebastian Kurz mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, und beinahe alles, was Steger sagte, ist eingetroffen. Nur die Reform des ORF steht noch aus. Eine Enquete zur Umgestaltung des öffentlich-rechtlichen Senders ist nach Ostern geplant.

Die Episode aus dem Jahr 2016 zeigt, wie wichtig den Freiheitlichen ein Umbau eines kritischen ORF ist, den sie in heutiger Form als Feindbild sehen.

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