" Van der Bellen tut nichts"

Politikprofessor Ulrich Brand über eine Alternative zum Kapitalismus, die Macht der Provokation und fette Autos


Gespräch: Benedikt Narodoslawsky
Politik | aus FALTER 18/18 vom 01.05.2018

Ulrich Brand schrieb vergangenes Jahr mit der Kapitalismuskritik "Imperiale Lebensweise" einen Bestseller. Nun legt der Politikprofessor gemeinsam mit dem ecuadorianischen Volkswirt und ehemaligen Energieminister Alberto Acosta sein neues Buch "Radikale Alternativen" vor, in dem er Wege aus der Kapitalismuskrise aufzeigt. Ein Gespräch über die verheerende Deregulierungspolitik der türkis-blauen Regierung, Protest mit abgebrochenen Mercedes-Sternen und das gute Leben.

Falter: Herr Professor Brand, eine Ihrer radikalen Alternativen zur zerstörerischen Wachstumslogik des Kapitalismus heißt "Degrowth". Was heißt das?

Ulrich Brand: Der Begriff wird vor allem in sozial radikalen Bewegungen und der kritischen Wissenschaft verwendet. Die Ausrichtung lautet: Die Gesellschaft und Wirtschaft müssen so organisiert werden, dass sie nicht mehr den kapitalistischen Wachstumszwängen unterliegen. Es ist ein Angriff auf jene, die vom kapitalistischen Wachstumsimperativ besonders profitieren.

Kann man

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