"Wir müssen den Kampf wieder lernen"

Vor wenigen Jahren war er noch ein frecher Jungsozialist. Jetzt soll Max Lercher als Bundesgeschäftsführer die Sozialdemokratie umkrempeln. Wie soll das gehen?

Gespräch: Florian Klenk, Josef Redl | Politik | aus FALTER 24/18 vom 13.06.2018

Mit 31 Jahren sind andere zwar schon Bundeskanzler, Max Lercher hat es immerhin schon zum SPÖ-Bundesgeschäftsführer gebracht. Ein Interview über die Zukunft der Sozialdemokratie, Parteireformen und Punkrock in Murau.

Falter: Sie sind vor einem halben Jahr nach Wien übersiedelt. Wo wohnen Sie eigentlich?

Max Lercher: In Neubau.

Bobostan?

Lercher: Das hat sich so ergeben, ist aber vielleicht ganz gut.

Warum?

Lercher: Man hat mir gesagt, wir müssen vom Arbeiter bis zum Bobo alles abdecken. Die Arbeiter kenn ich. Als strebsamer Mensch mache ich jetzt Bobo-Feldforschung.

Sie kommen aus der steirischen Landespolitik. Woran mussten Sie sich in der SPÖ-Zentrale erst gewöhnen?

Lercher: Ich kenne diese Partei. Die grundsätzliche Einstellung zu Politik und Arbeit in Wien war mir so aber nicht bewusst.

Wieso?

Lercher: In Wien gibt es recht viel Show. Ich will mehr Substanz. Für mich ist es noch keine Arbeit, die mediale Tagespolitik zu betreiben. Ein Austausch über Presseaussendungen ist mir zu wenig.

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