Die misshandelten Kinder von Steinhof erhalten Entschädigungen

Bericht: Ruth Eisenreich | Politik | aus FALTER 26/18 vom 27.06.2018

Im Mai 2013 stand Elisabeth Pohl in der grünen Idylle der Baumgartner Höhe und erzählte erschreckende Geschichten. Im Pavillon 15 des ehemaligen Krankenhauses am Steinhof hatte Pohl seit 1981 als Krankenschwester gearbeitet und erlebt, wie behinderte Kinder misshandelt wurden.

Jetzt, mehr als fünf Jahre nach dem ersten Falter-Bericht, sollen die Opfer finanzielle Entschädigungen bekommen. Der zuständige Krankenanstaltenverbund (KAV) hat die Opferhilfeorganisation Weißer Ring mit der Abwicklung beauftragt.

Es war ein langer Weg: Der KAV setzte zunächst eine Arbeitsgruppe ein, die einen dürren, verharmlosenden Bericht produzierte. Ende 2014 beauftragte die Stadt das Institut für Rechts-und Kriminalsoziologie mit einer ernsthaften Studie. Sie erschien im März 2017 und bestätigte alle Vorwürfe: "Pavillon 15 stellte ein umfassendes Gewaltsystem dar", heißt es darin, von "unmenschlichen Zuständen","Quälereien" und "erniedrigenden Praktiken" ist die Rede. Die Studie bestätigte auch

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