Schwul? Beweisen Sie es!

Die Fälle von homophoben Bescheiden des Bundesamts für Asyl häufen sich. Wie aber prüft man richtig?

Bericht: Elisa Tomasselli | Politik | aus FALTER 39/18 vom 26.09.2018

Hätte Javad doch ein bisschen mehr insistiert, dem Referenten beim Bundesamt für Asyl und Fremdenwesen (BFA) die Mappe, die er akribisch mit Beweismaterial bestückt hat, eindringlicher vor die Nase gehalten. Hätte man ihn doch einfach deutsch reden lassen. So hätte der Referent gemerkt, wie sehr sich Javad abgemüht hat, die Sprache des Landes zu lernen. Hätte er ihn doch einfach ausreden lassen. So wäre er vielleicht glaubwürdig gewesen.

Wiener Neustadt - Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Hier hatte sich der gebürtige Afghane der Einvernahme zu stellen. Er war nervös. Schließlich hat er zwei Jahre gewartet. Trotzdem fühlte er sich zielsicher, bis er die ersten Plakate sah: "RÜCKKEHR-BERATUNG" stand darauf in großen Lettern. "Ich war dort, um endlich meine Geschichte zu erzählen. Überall gibt man dir aber das Gefühl, dass du besser wieder gehen sollst."

Javad sitzt auf einer Couch im Queer Beratungszentrum in der Linken Wienzeile. Hier arbeiten Personen, die Aussagen

  1068 Wörter       5 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige