"Die Wildschweine haben Party rund um die Uhr"

Frauen am Hochstand sind nicht mehr so selten. Carina Frank ist eine von ihnen. Sie weiß, woher ihr Rehschnitzel kommt, und erklärt das "Gesamtpaket Jagd"


Interview: Klaus Nüchtern

Feuilleton, FALTER 40/18 vom 03.10.2018

Carina Frank ist in Niederfladnitz aufgewachsen, einer Ortschaft im Waldviertel, direkt an der Grenze zu Tschechien. Die Eltern hatten einen Landwirtschaftsbetrieb. Heute sieht sich Frank eher auf der "jagdlichen" als auf der "landwirtschaftlichen Seite". In die Wiege gelegt worden war ihr diese Passion nicht. Als Jugendliche war Frank sogar drei, vier Jahre lang Vegetarierin. Der Falter traf sie in unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes, der Sozialversicherungsanstalt für Bauern, im Wiener Arsenal.

Falter: Frau Frank, Sie werden sicher oft gefragt, wie Sie "als Frau" zur Jagd kommen?

Carina Frank: Die Antwort ist: Aus den gleichen Gründen wie ein Mann. In den Köpfen der Menschen sind Frauen für die Bewachung des Herdfeuers und die Aufzucht der Kinder zuständig. Sie sind diejenigen, die Leben schenken. Insofern ist es für viele irritierend, dass sie es auch nehmen können. Es hat sich aber sehr viel zum Positiven geändert. Ich kenne aktive 70-jährige Jägerinnen, die das noch keineswegs

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