Verminte Erinnerung

Die Filmemacherin Katharina Rohrer traf Menschen, die in Israel und Österreich eine Heimat suchen


Anna Goldenberg
Feuilleton | aus FALTER 41/18 vom 10.10.2018

Es waren die Schäferhunde. Zum ersten Mal war die österreichische Filmemacherin Katharina Rohrer nach Israel gereist. Am Strand von Tel Aviv fielen ihr die Deutschen Schäferhunde auf. Für sie waren diese Tiere mit den Konzentrationslagern der Nazis assoziiert, wo diese als Wachhunde eingesetzt wurden. Zudem waren sie Hitlers Lieblingshunde. Wieso also hielten sich Israelis Deutsche Schäferhunde?

Die Israelin Gil Levanon, Rohrers Freundin aus Studienzeiten an der School of Visual Arts in New York, verwunderte sich übers Rohrers Verwunderung. Na und, war ein Deutscher Schäferhund nicht ein Hund wie jeder andere? Die beiden begannen zu diskutieren, über Heimat und Identität, und wie die dritte Enkelgeneration der Holocaustüberlebenden sich zu verhalten habe.

Wenige Jahre später ist daraus ein berührender Dokumentarfilm entstanden. Rohrer und Levanon führten Regie, Rohrers Mutter, die bekannte österreichische Innenpolitikjournalisten Anneliese Rohrer, schrieb am Drehbuch mit. Katharina

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