Landrand Ruralismus

Jetzt wird scharf zurückgeschossen


Gerlinde Pölsler
Landleben | aus FALTER 41/18 vom 10.10.2018

Das neue Radargerät an der B 317 in Dürnstein, Bezirk Murau, schießt den schnellen Vogel ab: 5000 bis 8000 Anzeigen hagelt es infolge des grauen Kastens - pro Woche. Er gehört zur neuen Generation der lasergesteuerten Messgeräte, die in beide Richtungen blitzen und viel genauer messen können: Damit wird die Straftoleranz kleiner.

Gerade werden die Kästen in ganz Österreich aufgestellt, auch in Wien und Niederösterreich sorgen sie schon für rote Ohren. "Abzocke", ruft es aus den Postings und "Wegelagerei". Nichts anderes bleibe mehr übrig, als sich ein (verbotenes) Radarwarngerät anzuschaffen. Wie sonst könnte man sich wehren?

Attackiert wurden Radarmesser immer schon: Beliebt ist die Methode, sie mittels Böllern in die Luft zu jagen. Im niederösterreichischen Pressbaum schritten Täter heuer mehrmals so zur Tat; zu dumm, dass sie immer bloß Attrappen erwischten. Der neue Superradar in Dürnstein schrie offenbar nach schärferem Geschütz. Mit einer Pistole, Kaliber neun Millimeter, und zwölf Schuss erlegte ein Unbekannter den sturen Feind. Die Publikumsmeinung: teils verhalten bis positiv.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

FALTER 46/18

Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige