Du bist wie deine Mutter!

Die perfekte Mutter, die perfekte Tochter: Ein Erzählband bricht mit Klischees

Rezension: Barbara Tóth Illustration: Bianca Tschaikner | Stadtleben | aus FALTER 41/18 vom 10.10.2018

Zum Beispiel die "Mama Mdogo", die "kleine Mutter". So werden die Frauen in Tansania genannt, die sich um ein Kleinkind kümmern, sobald es gehen kann und die leibliche Mutter es nicht mehr tragen und stillen muss. Die Mama Mdogo kann eine Tante sein, eine Großmutter, eine Schwägerin. So innig die Beziehung zwischen Mutter und Kind wirken mag, weil es die ersten Monate nahezu die ganze Zeit in Körperkontakt mit seiner Mama aufwächst, so pragmatisch ist sie im Grunde. "Mütter tragen ihre Kinder ganz nah bei sich, aber nicht um der Nähe willen, sondern weil es schlicht und einfach praktischer ist", erzählt Cornelia Wallner im Buch "Die Mutter, die ich sein wollte. Die Tochter, die ich bin", das die beiden Publizistinnen Anneliese Rohrer und Birgit Fenderl soeben veröffentlicht haben.

Darin beschreiben sie nicht nur ihre eigenen Mütter-Tochter-Beziehungen, sondern lassen Frauen über die komplexen und immer ambivalenten Bande berichten. Jede Tochter hat eine Mutter, aber nicht jede

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