Jetzt wirst du wieder gefickt

Hanna Herbst hat die Taktik des gegenwärtigen Antifeminismus begriffen: Er zielt auf den weiblichen Körper


Sibylle Hamann
Politik | aus FALTER 42/18 vom 17.10.2018

Es ist eine der stärksten und folgenreichsten Behauptungen im Patriachat: Dass die Frau Körper sei, der Mann hingegen sei Vernunft. Über Jahrhunderte hinweg haben Religionsgründer, Philosophen und Politiker dieses Gedankenkonstrukt theoretisch unterfüttert. Sie haben der Frau das triebhafte Fühlen zugeordnet, samt allen damit verbundenen gesellschaftlichen Aufgaben (Stillen, Nähren, Fürsorge). Während sie den Mann fürs Denken verantwortlich machten -und damit fürs Regieren, Urteilen, Besitzen und Herrschen.

Sich aus dieser fatalen Zweiteilung zu entwinden war 150 Jahre lang das wichtigste Anliegen der Frauenbewegung. Frauen sind nicht bloß Körper, sagten Feministinnen. Frauen können ebenso gut denken wie Männer, deswegen sollen sie außer Haus arbeiten, wählen und gleichberechtigt im Gemeinwesen mitbestimmen. Die gerechtere Verteilung von Bildung, Macht, Geld, Arbeit, Zeit zwischen Männern und Frauen war die Arena, in der der zähe Kampf um Gleichberechtigung in den vergangenen

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