Am Apparat Telefonkolumne

Warum demonstrieren Sie jetzt auch in Kärnten, Frau Huber?


INTERVIEW: NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 45/18 vom 07.11.2018

Die Donnerstagsdemo hat ein Baby bekommen. Die Demo gegen die türkis-blaue Regierung, die vor einigen Wochen in Wien gestartet ist, gibt es seit kurzem auch in Klagenfurt. Dort aber nur an jeweils einem Donnerstag im Monat, erzählt Barbara Huber, eine der Organisatoren.

Wieso demonstrieren Sie jetzt auch in Klagenfurt am Donnerstag?

Wir haben uns zu den Donnerstagsdemos entschlossen, weil die Maßnahmen der Bundesregierung weder sozial sind noch dem Ruf Österreichs international guttun. Da ging es uns in Kärnten auch darum, ein Zeichen zu setzen.

Wer ist "wir"? Wer organisiert diese Demonstrationen?

Ich bin Barbara Huber, bin 52 Jahre alt, arbeite eigentlich im Vertrieb einer Firma und helfe in meiner Freizeit, diese Demos zu organisieren. Zuerst waren wir nur einige wenige Einzelpersonen. Mittlerweile sind wir mehr geworden.

Ab wie vielen Teilnehmern ist eine Demo in Kärnten denn ein Erfolg?

Ab 200 Leuten ist in Klagenfurt eine Demo ein Erfolg. Wir hatten am 4. Oktober schon eine Donnerstagsdemo, da waren wir auf dem Höhepunkt 250 Leute. Aber wir können auch nur einmal pro Monat demonstrieren.

Wieso nicht jeden Donnerstag?

Weil das für Kärnten zu viel wäre. Jede Woche bekommt man die Leute einfach nicht zusammen. Die nächste Demo ist am 8. November am Neuen Platz und dann wieder am 6. Dezember im Lendhaufen, jeweils um 18 Uhr. Da erwarten wir sehr viele Leute, denn da wird es auch Musik und Kinderpunsch geben.

Gibt es in Kärnten eigentlich eine Tradition solcher Demonstrationen?

Aber sicher! Wir Kärntner haben Erfahrung, wie man eine Regierung wegdemonstriert. Das haben wir schon mit der BZÖ-Regierung gemacht.

Damals waren es aber mehr Leute.

Ja, da waren am Schluss bis zu 3000 Demonstranten auf der Straße.

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FALTER 49/18

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