Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Teegetränk

Der Eistee, aus dem sich Longdrinks und Co machen lassen


BW
Stadtleben | aus FALTER 46/18 vom 14.11.2018

Eistee muss heutzutage vieles können, vor allem aber muss er natürlich (viel Bio, wenig Zucker) und am besten auch vegan sein. Kaluko, ein Teegetränk, schafft das - abgesehen vom Bio-Aspekt - alles in einem Aufwascher: angenehm ungesüßt und vegan sowieso. Dazu in die ebenso stylische wie obligatorische, wiederverschließbare Glasflasche verpackt, auf der der reduzierte Schriftzug "Kaluko" und "Natürlich" wenig vom Inhalt verrät.

Auf der Flaschenrückseite erfährt man dann, dass das Teegetränk eine Mischung aus Früchte-, Schwarz-und Pfefferminztee und eine Zusammenarbeit der Tonstube - Café, Bar und Club in einem und unweit des Naschmarkts angesiedelt - und des Vorarlberger Getränkeriesen Rauch ist. Nicht weiter verwunderlich, sind die Betreiber der Tonstube doch Bregenzerwälder. Weiters, steht auf der Flasche zu lesen, ist dem Tee Mehrfruchtsaftkonzentrat, Rote-Rüben- und Ingwersaft beigemengt.

Klingt interessant. Der Geschmack ist dann jedoch überraschend unaufregend -ein bisschen bitter und im Nachgeschmack ein Hauch von Traubenzuckerwürfel. Von den einzelnen Zutaten ist jedenfalls wenig herauszuschmecken. Am ehesten sind Hagebutten-und Hibiskustee zu verorten. Die Frische der Minze und die Schärfe des Ingwers lassen sich selbst dann nur schwer erahnen, wenn man von ihrem Vorhandensein weiß, und die Rote Rübe ist völlig absent. Die gute Nachricht zum Schluss: Als Erfrischungsgetränk offenbar nicht jedem Gaumen zugänglich, lässt sich Kaluko wunderbar zu einem Longdrink aufmotzen, indem man ihn mit Gin oder Wodka mischt. Oder noch besser: als Mojito-Variante! In diesem Fall schmeckt Kaluko nämlich fein frisch und süffig.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt

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FALTER 49/18

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