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NINA HORACZEK
Medien | aus FALTER 47/18 vom 21.11.2018

Es läuft gerade eine durchaus ungewöhnliche "Scham-Offensive" im Land. Unter dem Motto "Wir müssen uns nicht für unsere Genitalien schämen" möchten zwei Aktivistinnen den deutschsprachigen Sprachgebrauch entschämen und "eine längst fällige Debatte über weibliche Sexualität" anstoßen, berichtet die Gratiszeitung Heute. Schamlippen sollen als "Vulvalippen" in den Duden aufgenommen werden, statt der Schamhaare soll eine Charmeoffensive unterhalb der Gürtellinie künftig "Charmehaare" wachsen lassen. Der Erfolg dieser Initiative wird sich weisen. Ob aber die Lustfreundinnen mit ihrer Ankündigung in Heute, "Wir zwingen niemanden dazu, Vulvalippen in den Mund zu nehmen. Je mehr Ausdrücke es dafür gibt, umso besser", ihre Kritiker überzeugen können, sei dahingestellt.

Als echter Sprachphilosoph entpuppte sich auch Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) auf dem Heute-Onlineableger heute.at. Dort begründete der Minister seinen Kampf für Tempo 140 auf den Autobahnen mit dem Satz: "Wir machen zu Realität, was Wirklichkeit war." F

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FALTER 03/19

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