Kommentar Frankreichs Demonstranten

Die Gelbwesten sind keine Wutbürger, sondern Wutarbeiter

DANNY LEDER
Falter & Meinung, FALTER 49/18 vom 05.12.2018

Es ist de facto der dritte Durchgang der französischen Präsidentenwahlen -er findet auf der Straße statt und ist das Werk der "France périphérique" (wie Speckgürtel und Provinzstädte im Politologenjargon heißen). Den ersten Wahlgang im April 2017 gewann der sozial-liberal Neopolitiker Emmanuel Macron ziemlich knapp (24 Prozent der Stimmen). Die Nationalistin Marine Le Pen, der Linksaußen-Tribun Jean-Luc Mélenchon und der rechtskonservativ verwilderte bürgerliche François Fillon kreisten jeweils um 20 Prozent. Bei der Stichwahl im Mai 2017 siegte Macron über Le Pen. Aber diese, obwohl im TV-Duell fürchterlich abgestürzt, konnte sich auf 34 Prozent hochhanteln.

"Macron, Ex-Banker und Idol der Start-upper, ist nicht unser Typ. Aber wir lassen ihm eine Chance", lautete sinngemäß die Reaktion, die man an der Peripherie hören konnte. Diese Schonfrist ist abgelaufen. Das hat kaum mit wohlständigem "Wutbürgertum" zu tun. Über ein Drittel der Festgenommenen, die letzten Samstag

  399 Wörter       2 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel dieser Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige