Zusammenwachsen dauert und tut weh

Gelungene Integration führt zu mehr Konflikten, und das ist gut so, meint Aladin El-Mafaalani

REZENSION: KIRSTIN BREITENFELLNER | Politik | aus FALTER 49/18 vom 05.12.2018

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Dieser Prämisse werden wohl nicht alle zustimmen. Für jene, die sie akzeptieren, hält Aladin El-Mafaalanis Buch überraschende Argumente und Vorschläge bereit, die sich auch auf Österreich übertragen lassen. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Integration zu mehr Harmonie führt -für El-Mafaalani ein Fehlschluss. Als Indiz für eine auf einem guten Weg befindliche Integration firmiert für ihn vielmehr das Gegenteil davon: Streit. Dabei befinden wir uns seiner Meinung nach in einer Phase, "in der wenig eindeutig ist, vieles differenziert wird, irgendwie alles anstrengend wirkt"."Es sind anstrengende Aushandlungsprozesse, die kein Symptom von Spaltung, sondern im Gegenteil von einem Sichnäherkommen sind." Zusammenwachsen tut weh, lautet sein dazugehöriges Mantra.

Für diesen komplexen Prozess findet El-Mafaalani einfache Metaphern. Integration bedeutet für ihn, dass immer mehr Beteiligte zusammen an einem Tisch sitzen und partizipieren

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