Das Tuch des Pharao

Die Ausstellung "Spitzmaus Mummy in a Coffin" im Kunsthistorischen soll 800.000 Euro gekostet haben. Ist das viel für ein Museum?


Recherche: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 50/18 vom 12.12.2018

Die Ausstellung sei zum Wohle der Öffentlichkeit, pro bono, entstanden, hieß es bei der Eröffnung der Ausstellung "Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures" im Kunsthistorischen Museum Wien (KHM). Der Filmemacher Wes Anderson und die Designerin Juman Malouf wählten 400 Objekte aus den Sammlungen aus und präsentierten sie in Vitrinen. Wes Anderson ist ein echter Star und erklärte sich bereit, ohne Honorar zu arbeiten. Für das Museum selbst war das Projekt nicht gratis. Wie der Falter aus verlässlicher Quelle erfuhr, kostete das Gastspiel 800.000 Euro.

Die Ausgaben für eine Kunstausstellung setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Teuer ist gewöhnlich der Transport der Leihgaben, der in klimatisierten Kisten geschieht und von Kurieren begleitet wird. Viel Geld verschlingen Versicherungen und Katalog. Für die Ausstellungsarchitektur werden rund 15 Prozent einkalkuliert.

Demnach müsste die Anderson/Malouf-Schau ein Schnäppchen gewesen sein. Die Republik übernimmt die

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