Erlkönig /Tilman Eder / 8., Strozzigasse 19


Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 50/18 vom 12.12.2018

Kurz bevor die Strozzigasse in die Pfeilgasse mündet, bedeutet ein blaues Schild mit weißer Schrift, dass sich hier der "Erlkönig" befinde. Der Gastgeber der unheimlichen Figur aus Goethes berühmter Ballade ist Tilman Eder, ein sympathischer Schwabe, der Anfang der 1990er Jahre nach Wien zog. "Deutschland ist da gerade größer geworden, und mir war schon das kleine zu viel", sagt er.

Während und nach seiner Lehre zum Buchhändler arbeitete er bei Kuppitsch und Frick, vor acht Jahren machte er sich selbstständig. Das kleine Lokal, das nun sein Reich ist, war heruntergekommen, deshalb die Miete in der teuren Josefstadt erträglich. "Bei der Renovierung haben wir in einer alten Zeitung ein Interview mit Krankl und Prohaska gefunden - bevor sie nach Córdoba geflogen sind", erzählt Eder schmunzelnd. Die Bruchbude wurde zu einer schönen Buchhandlung. Leise und heimelig, hinter einer Zwischenwand steht ein Tischchen mit zwei Sesseln.

Gleich beim Eingang ist die zeitgenössische, unter

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