Stalinplatz, Hitlerplatz und das Ende der Freiheitsstraße

Der Historiker Peter Autengruber hat einen politischen Reiseführer durch die Epochen der Stadt geschrieben


Rezension: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 51/18 vom 19.12.2018

Der Schwarzenbergplatz hieß einmal Stalinplatz. Von 1946 bis 1956 war der Platz mit dem Heldendenkmal der Roten Armee dem sowjetischen Diktator Josef Stalin gewidmet. Straßen und Plätze spiegeln immer auch politische Machtverhältnisse wider. Der Historiker Peter Autengruber spürt in einem spannenden, reich bebilderten Buch den verschwundenen Wiener Straßennamen nach. Anhand zahlreicher Beispiele, nicht zuletzt entlang der heurigen Jubiläums-und Gedenkjahre 1848, 1918 und 1938, zeigt er auf, wie sich in verschiedenen Epochen die Straßenbenennung änderte und wie jeder neue Machthaber die Spuren des Vorgängers auslöschte.

Die Straßen der Revolution

Vom Revolutionsjahr 1848 verschwunden ist in Wien zum Beispiel der "Constitutionsplatz", der heute Michaelerplatz heißt. Mit ihm wollten die Revolutionäre daran erinnern, dass eine "Constitution", eine Verfassung, zentrale Forderung der 1848er-Bewegung war. Auch die "Freiheitsstraße" als Zeichen, dass die 1848er-Revolution dort, in

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