"Stellen Sie die andere Frage!"

Der Soziologe Richard Sennett will nicht über sein Buch reden und plaudert über Banksy, Basquiat und Barthes

Begegnung: Klaus Nüchtern und Claus Philipp | Feuilleton | aus FALTER 51/18 vom 19.12.2018

Bereits Wochen vor seinem Auftritt in Wien, wo Richard Sennett im Rahmen der Buch Wien sein jüngstes Buch vorstellen sollte, häufen sich die Interviewanfragen beim Verlag. Aber ja, es würde sich auch ein 45-Minuten-Slot für den Falter finden. Genaueres müsse man dann wohl später fixieren, da Sennett seine Reisen kurzfristig zu planen pflege.

Nach "Handwerk" und "Zusammenarbeit" ist "Die offene Stadt" der Abschluss von Sennetts "Homo faber"-Trilogie. Die Anspielung auf Karl Poppers zweibändiges Opus magnum "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde", die Sennett natürlich bewusst ist, gibt es übrigens nur auf Deutsch, denn der Originaltitel lautet "Building and Dwelling" - womit auf den Unterschied zwischen der Stadt als Fantasie von Planern und als Ort des Erlebens anspielt, der offen ist für neue Aneignungen.

Das Interview ist in einem Hotel der innenstadtnahen Josefstadt anberaumt und läuft von Anfang an aus dem Ruder. Sennett reagiert sichtlich gepeinigt, als Heribert Corn seine

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