"Wir sind die neuen Sklaven"

Die von Sebastian Kurz vorgestellte "Entwicklungshilfe" ist Hilfe für die Expansion von Europas Unternehmen

Kommentar: Kurt Langbein | Politik | aus FALTER 51/18 vom 19.12.2018

Ruandas Präsident Paul Kagame, der diese Woche gemeinsam mit Bundeskanzler Sebastian Kurz das EU-Afrika-Forum in Wien ausgerichtet hat, ist für seine Sprüche bekannt. Durch die Hilfe des Westens wurde in Afrika mehr Schaden angerichtet, als sie Nutzen brachte - mehr noch, sie perpetuierte den Kolonialismus, meinte Kagame. Die europäische Flüchtlings-und Migrationspolitik wirke für ihn aus der Ferne betrachtet wie "Brandbekämpfung" - und manchmal werde damit kein Feuer gelöscht, sondern eher ein neuer Brand gelegt.

Als Vorsitzender der Afrikanischen Union eröffnete er das Afrika-EU-Forum in Wien. Der Autokrat, dem Kritiker die Beteiligung an zahlreichen Massakern und bis zuletzt die gezielte Ausbeutung der wertvollen Rohstoffe durch Guerillatruppen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo vorwerfen, gilt vielen Europäern als Parade-Afrikaner: Er gewinnt mit 98 Prozent die Wahlen, schafft Ordnung und Wachstum. Dass er die Opposition im eigenen Land brutal verfolgt, scheint

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