Zusammen ist man weniger allein

Der neue Film "Shoplifters" des Regisseurs Hirokazu Koreeda: Was macht eine Familie aus?


Neujahrswunsch: Sabina Zeithammer
Feuilleton | aus FALTER 51/18 vom 19.12.2018

Familie Shibata ist anders: Wenn Vater Osamu und Sohn Shota "einkaufen" gehen, klauen sie im Supermarkt als eingespieltes Team Essen und Hygieneartikel. Eines Winterabends entdecken sie auf dem Heimweg zu Großmutter Hatsue, Mutter Nobuyo und Tante Aki ein kleines Mädchen, das auf einen Balkon ausgesperrt wurde, und nehmen es kurz entschlossen mit nach Hause. Als die Familie Zeichen von Misshandlungen am Körper der Fünfjährigen findet, behält sie Juri bei sich.

Der japanische Regisseur und Drehbuchautor Hirokazu Koreeda hat sich in seinen Filmen der Erforschung komplexer familiärer Gefüge verschrieben. In seinem heuer mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Drama "Shoplifters" ist dieses Gefüge allerdings anders, als es scheint: Wie die kantige, die Wunden der Vergangenheit in sich tragende Geschichte nach und nach offenbart, sind die Pensionistin, der Tagelöhner, die in einer Wäscherei und einem Stripclub arbeitenden Schwestern und der präpubertäre Bub nicht blutsverwandt. In

  370 Wörter       2 Minuten
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