Elternaufstand

Sie sind gebildet, sie sind bürgerlich, sie kämpfen für die öffentliche Schule -und gegen die Bildungsreformen der Regierung. Minister Faßmann sollte sich warm anziehen


Bericht: Sibylle Hamann
Politik | aus FALTER 51/18 vom 19.12.2018

Es schien Sabrina Dorn wie das normalste auf der Welt: einfach auf dem Stadtplan nachschauen, wo die nächstgelegene Volksschule liegt, und die fünfjährige Tochter dort für die erste Klasse anmelden. Familie Dorn war eben erst aus der Schweiz nach Wien gezogen, in den neunten Bezirk. Die Mutter hatte an der ETH Zürich unterrichtet, einer der renommiertesten Universitäten der Welt. "In der Schweiz kannst du dich drauf verlassen, dass die öffentliche Volksschule ums Eck die richtige für dein Kind ist, egal wer du bist", erzählt Dorn. Aber jetzt waren sie eben in Wien. "Es war ein richtiger Kulturschock", sagt sie.

Schuleinschreibung in Wien -das bedeutet für bildungsnahe Eltern häufig: Stress und Angst. Dutzendfache "Tage der offenen Tür". Sorgenvoller, konspirativer Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern am Spielplatz. Hektische Versuche, sich bei den Direktorinnen begehrter Schulen beliebt zu machen; stets begleitet vom -mal offenen, mal verschämten -Vergleich des sogenannten

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