Ferry macht nicht blau

Als Pensionist scheint der frühere ÖVP-Abgeordnete Ferry Maier seine politische Lebensaufgabe gefunden zu haben


Porträt: Josef Redl
Politik | aus FALTER 02/19 vom 09.01.2019

Christian Konrad ist ein gefürchteter Gratulant. Der langjährige Raiffeisen-Generalanwalt hat die unangenehme Eigenschaft, in jeder Laudatio eine kleinere oder größere Kränkung unterzubringen. Auch und gerade bei langjährigen Vertrauten. Als Ferdinand "Ferry" Maier im Jahr 2011 seinen 60. Geburtstag feierte, war Konrad ungewöhnlich milde. "Er hat mehr Freunde, als ich gedacht habe", feixte Konrad zwar, recht viel schlimmer wurde es dann aber nicht.

Rund 30 Jahre lang war Ferry Maier in verschiedenen Funktionen für die ÖVP aktiv. Wiener Gemeinderat, Generalsekretär, Mitglied des Bundesrates und Nationalratsabgeordneter. Mit seiner ebenso häufig wie pointiert vorgetragenen Kritik an der jeweiligen Parteispitze hat er sich nicht viele Freunde gemacht. Und wahrscheinlich wäre vom politischen Wirken Ferry Maiers genau das übrig geblieben: eine schier endlose Reihe von politischen Bonmots und zugespitzten Sagern. Wäre da nicht dieser Anruf von Reinhold Mitterlehner im August 2015

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