Das Unvorstellbare in Farbe gegossen

Die beiden neuen Graphic Novels "Mauthausen" und "Persmanhof" zeichnen die Nazi-Diktatur in Österreich nach


Rezension: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 02/19 vom 09.01.2019

Als Francisco Aura Boronat erfährt, dass ein Comiczeichner sein Leben als Bildgeschichte zeichnen möchte, ist er anfangs dagegen. Darf man das Leben eines jungen Menschen, der durch die Hölle von Mauthausen gegangen ist, in Comicform darstellen? Oder verniedlicht die gezeichnete Form das Grauen, das er erlebte?

Man darf, entschied der Spanier, der von den Nationalsozialisten in Frankreich gefangen genommen und nach Mauthausen deportiert worden war. Einige Tage nach der Befreiung des Konzentrationslagers hatten sich er und seine Mitgefangenen geschworen, der ganzen Welt von den Gräueln der Nazis zu erzählen. Eine Graphic Novel könnte eine Möglichkeit sein, seine Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren, indem auch ein jüngeres Publikum angesprochen wird.

Vom Spanienkrieg nach Mauthausen Die Nazis ermordeten im KZ Mauthausen in Oberösterreich mindestens 90.000 Menschen. Boronat ist der letzte heute noch lebende Spanier, der in Mauthausen gefangen war. Von den insgesamt 7000 Spaniern,

  563 Wörter       3 Minuten
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