Ortstermin bei Orbán

Der ungarische Ministerpräsident tritt selten vor die internationale Presse. Wir waren dabei, als er es tat

Begegnung: Nikolai Atefie, Budapest | Politik | aus FALTER 03/19 vom 16.01.2019

Dienstag vergangener Woche, kurz nach 18 Uhr, erreicht ausländische Medien ein E-Mail mit einer brisanten Einladung. Viktor Orbán möchte vor die internationale Presse treten und sich sogar den Fragen der Journalisten stellen. Das ZDF, für das ich als freier Mitarbeiter tätig bin, ist eingeladen. Zuletzt traute sich Orbán nach seinem Wahlsieg im April 2018 vor die Kameras der Auslandspresse. Uns ist klar: Da müssen wir hin.

Budapest, nur zwei Tage später. Am Morgen der Pressekonferenz ist der Himmel klar, die Luft eiskalt, die Straßen sind schneebedeckt. Der Zutritt zum Kabinettsbüro des Ministerpräsidenten erfolgt ohne Probleme. Keine Passkontrolle und vor allem keine Sicherheitsschleuse mit Röntgenapparaten, wie man es von anderen europäischen Regierungshäusern kennt. Lediglich zwei Beamte in schwarzen Jacken, keine Uniform, wühlen sich durch Kamerataschen, lassen sich Laptops zeigen und auch meine Reisewäsche im Rucksack wird angesehen. Danach schnüffelt ein Polizeihund

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