Landrand Ruralismus

Naturschnee ist was Schönes, aber


Gerlinde Pölsler

Landleben | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019

Bloß aus dem Wikinger-Camp ist nichts geworden. Die Fans der Nordischen Ski-WM in Seefeld müssen jetzt doch auf Hotel oder Campingplatz ausweichen. Ansonsten ist knapp vier Wochen vor Eröffnung alles perfekt im Olympia-Ort: Nach der Rekordmenge von 283 Zentimetern Neuschnee stapeln sich weiße Hügel. Tag und Nacht kurven Bagger herum, um die Schneemengen zu bändigen und die Loipen freizuschaufeln.

Die Bedingungen seien "traumhaft", steht auf der WM-Homepage nebst Bildern glitzernder Landschaften. "Das Streckennetz führt die Athleten durch Wälder und vorbei an einer traumhaften Bergkulisse." Das interessiere zwar die Wettkämpfer weniger, "aber für die Zuschauer vor Ort und vor den Fernsehbildschirmen weltweit ist es das Sahnehäubchen".

Wobei: Dem Obershäubchen muss erst zum Durchbruch verholfen werden. Schneekanonen werden trotz alledem angeworfen: Nach dem Transport zum Platz, wo er liegen soll, sei der Schnee nämlich nicht mehr weiß genug. Auch könne man Naturschnee nicht so gut formen, man wolle aber was "Symmetrisches".

Was wohl die Wikinger dazu sagen würden?

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FALTER 12/19
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