An ihren Visionen sollt ihr sie erkennen

Was sagen Utopien oder Dystopien über die Gegenwart aus? Ein Lese-Gedankenexperiment


Rezension: Barbara Tóth

Politik | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019

In China wurde das erste genoptimierte Baby geboren. Es soll gegen den HI-Virus immun sein. Der optimierte Mensch ist gegenwärtig eine der am intensivsten gehandelten Zukunftsvisionen.

Dieser Homo Optimus ist einer, dessen Organe nicht mehr altern und dessen Genpool geboostet wurde, der seine Fähigkeiten mittels künstlicher Intelligenz und Quantencomputer erweitert, der sich mit Robotern und Maschinen vereint, um stärker, schneller und klüger zu werden. Ob und wann er kommen wird, ist ungewiss, aber was sagen solche Visionen über unsere Gegenwart, unsere Sehnsüchte und Ängste aus?

Der Historiker Jan Martin Ogiermann stellt sich diese spannende Frage in seinem neuen Buch "Zukunft. Eine Biografie". Sein Zugang ist klassisch-historisch: Er will nicht wissen, was falsch oder richtig ist, er will es auch nicht prognostizieren, sondern er hält inne und fragt sich: Was ist der Kontext von Zukunftsvisionen? Wie bilden sich in ihnen die jeweiligen Gesellschaften ab? Warum gibt es Zeiten,

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