Daniela Strigl: "Die Politik verlangt von der Hofreitschule Unmögliches"


Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019

Die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Reitkunst. In mehreren Artikeln warnte sie vor der Kommerzialisierung der Spanischen Hofreitschule. Hier nimmt sie zur neuen Direktorin Sonja Klima Stellung.

Falter: Frau Strigl, Sonja Klima soll Elisabeth Gürtler-Mauthner an der Spitze der Hofreitschule nachfolgen. Wie schätzen Sie die Ära Gürtler-Mauthner ein?

Daniela Strigl: Elisabeth Gürtler-Mauth ner hat die Hofreitschule als Institution der klassischen Reitkunst geschwächt und ihrem internationalen Ruf in der reiterlichen Fachwelt geschadet. Zum anderen hat sie das, wofür der Preis der Kommerzialisierung angeblich zu zahlen war, nämlich die "schwarze Null", gar nicht erreicht.

Woran machen Sie die Kommerzialisierung fest?

Strigl: Gürtler hat die Zahl der Vorführungen, Bereiter und Pferde erhöht, das Niveau ist gesunken. Sie hat die alten, erfahrenen Bereiter, die ihren Kurs kritisiert haben, kaltgestellt. Die sind bei vollen Bezügen spazieren

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