Es riecht streng hier

Erstmals stehen in Graz Schweinebauern vor Gericht, weil sie Luft und Boden verunreinigt haben sollen. Doch es geht um viel mehr als um die paar Höfe


Reportage: Gerlinde Pölsler

Landleben | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019


Foto: Carsten Rehder / dpa / picturedesk.com

Seibersdorf, das ist ein kleiner, 900 Meter kurzer Ort nahe der steirisch-slowenischen Grenze. 250 Menschen leben hier – und 13.600 Schweine.

Mittendrin wohnt die Familie Kotzbeck. Die Häuser stehen eng beieinander, vom Esstisch schauen die Kotzbecks auf Silos und Stallgebäude. Als die Familie 1999 in das Haus gezogen ist, war das nicht so, erzählt Rudi Kotzbeck. Klar, „die Schweinekonzentration war damals auch schon hoch“. Aber dass es solche Ausmaße annehmen würde, damit hätten sie nicht gerechnet.

Ein Bauer nach dem anderen baute dazu, vergrößerte, stellte was Neues hin. Die Aussicht auf Apfelbäume und das Sankt Veiter Kirchlein verschwand. Stattdessen sah man immer mehr Traktoren mit Güllefässern durch die Gegend glühen. Nachts wachten Nachbarn auf, wenn die Schweine zum Schlachten abgeholt wurden: Man hörte sie schreien, man hörte das Piepen der reversierenden Lkw. Und vor allem: Man roch die Anwesenheit der Tiere immer mehr.

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