Buch der Stunde

Das kalifornische Mädchen und der Dschihad


Sebastian Fasthuber
Feuilleton | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019

Jonathan Franzen hat John Wray schon vor Jahren als große Hoffnung der US-Literatur bezeichnet. Bei uns verfügt der 1971 geborene Sohn eines US-amerikanischen Vaters und einer österreichischen Mutter trotz eines gelungenen Auftritts beim Bachmannpreis-Wettbewerb 2017 immer noch über den Status "Geheimtipp", zuletzt tauchte er in "Ich war Diener im Hause Hobbs" von Verena Roßbacher sogar als Romanfigur auf.

War Wray bislang ein Autor, den vor allem Kollegen schätzten, so wird dies sein neuer Roman "Gotteskind" ändern. Es ist ein faszinierender Text über religiösen Fanatismus und den radikalen Islam. Was unterscheidet ihn von anderen Romanen, die sich an 9/11 abgearbeitet haben? Er lässt sich ohne Scheuklappen und Zeigefinger auf seinen Gegenstand ein. Hauptfigur von Wrays Entwicklungsroman ist die anfangs 18-jährige Aden Sawyer, die ihrer familiären Verhältnisse -Eltern getrennt, Mutter schwere Alkoholikerin -leid ist und auch das amerikanische Leben an sich satt hat.

Nicht zuletzt,

  311 Wörter       2 Minuten
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