Der Mini-Numerus-Clausus

Das Semesterzeugnis der vierten Klasse Volksschule entscheidet über die Gymnasialreife eines Kindes. Wann wird dieser Anachronismus abgeschafft?


Bericht: Barbara Tóth

Stadtleben | aus FALTER 04/19 vom 23.01.2019

Zum Beispiel Bernhard (Name von der Redaktion geändert). Beide Eltern sind Akademiker, sie wohnen in einem Bezirk innerhalb des Wiener Gürtels. Bernhard geht in die vierte Klasse einer privaten Volksschule, die dafür bekannt ist, dass sie ihre Kinder in einem behüteten, gleichwohl elitären Umfeld aufs Gymnasium vorbereitet. Und dann das. Vor einer Woche erfuhren Bernhards Eltern, dass ihr Sohn in Deutsch nun doch mit einem Dreier im Semesterzeugnis rechnen muss. Panik, Verzweiflung und Enttäuschung brechen aus. Bernhard hat sich schon sein Lieblingsgymnasium ausgesucht, seine Eltern bereits einen Termin für ein Aufnahmegespräch ausgemacht. Aber mit einem Dreier in Deutsch? An diesem Standort keine Chance. Es gibt nahezu doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze, da werden Dreier-Kinder gleich einmal ausgesiebt. Bleibt eine Mittelschule, aber die hat in Wien den Ruf einer "Restschule". Bernhards Eltern wollen es genau wissen und googeln sich zum "Schulatlas" der Statistik Austria

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