Der Kommentar des Chefredakteurs

Zu viel Grundrechte für Mörder? Die vergiftete Menschenrechtsdebatte

126 von 203 Mordverdächtigen sind Ausländer. 62 sind Asylwerber, 39 afghanischer Herkunft. Was ist da los?


Florian Klenk

Falter & Meinung, FALTER 04/19 vom 23.01.2019

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) will nach den von Flüchtlingen begangenen Morden an Frauen eine Fremdenrechtsdebatte führen, um Straftäter schneller loszuwerden. "Ich habe es satt, dass wir mit einer Situation konfrontiert sind, wo Menschenrechte diejenigen schützen, die unseren Rechtsstaat mit Füßen treten, und diejenigen auf der Strecke bleiben, die österreichische Staatsbürger sind."

Nicht nur für seine Wähler klingt das plausibel. Denn mehr als die Hälfte der 203 Mordverdächtigen im Jahr 2017 waren Ausländer (126), Asylwerber stellten mit 62 angezeigten Mördern eine zu hohe Zahl. Wenn man im Sicherheitsbericht in die Länderstatistiken hineinzoomt, wird es nicht besser: 39 afghanische Mordverdächtige, bei nur 45.000 Landsleuten in Österreich. Zum Vergleich: 185.000 deutsche Migranten stellen nur sieben mutmaßliche Mörder.

Diese Trends müssen alle besorgen, insbesondere die Schulen, die Heimbetreiber, die Männerberatungsstellen, die Strafverfolgungsbehörden und

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