Hero der Woche

Politik | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

Christian Konrad war ja einst ein gefürchteter Mann. Raiffeisen-Generalanwalt, einer der mächtigsten Banker des Landes, ein echter Alpha. Wenn er zum Sauschädelessen lud, erschien die Republik. Wenn er bei den im Raiffeisen-Miteigentum stehenden Medien Profil und Kurier anrief, um kritische Berichte zu rügen, schlotterten den Herausgebern die Knie. Konrad war das Sinnbild schwarzer Macht. Umso erfrischender ist sein öffentlicher Wandel. Konrad ist fast so etwas wie die Opposition im Land geworden. Als Flüchtlingsbeauftragter der Bundesregierung sah er die Qualitäten vieler Flüchtlinge. Und deshalb liest er Sebastian Kurz so oft die Leviten und rügt dessen Populismus. Zuletzt wieder in der "ZiB 2" am Sonntag. Ein erfrischender Auftritt, der die ÖVP daran erinnert, was christlich-sozial auch bedeuten kann.

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FALTER 07/19
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