Gelesen

Bücher, kurz besprochen


Gerlinde Pölsler

Politik | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

Als Zwilling bei Doktor Mengele Ágnes und Judit "Juci" Havas sind 17, als sie gemeinsam mit anderen ungarischen Juden nach Auschwitz deportiert werden. Sie kommen aus einer gebildeten Budapester Familie. Bei ihrer Ankunft werden ihr Vater und ihre Großmutter in die Reihe der Alten gestellt, die Schwestern aber kommen als Zwillinge in eine andere Reihe. Sie werden der Station von SS-Arzt Josef Mengele zugeteilt, der Untersuchungen an Zwillingen durchführt. Schon am nächsten Morgen sagen ältere Häftlinge den Mädchen, sie sollten nicht hoffen, Vater und Oma wiederzusehen, "weil sie gleich von der Rampe, dem Ort unserer Ankunft, weg ins Krematorium geführt worden waren. () Sie haben sich bereits in Asche und Rauch verwandelt." Die erfahrenen Frauen hätten dies nicht "aus Gemeinheit" so gesagt, sondern "aus Prinzip: Hier musste jeder von der ersten Sekunde an begreifen, wo er war".

Havas erzählt die Fakten detailreich und gleichzeitig kühl, distanziert; das macht ihre Schilderung umso

  340 Wörter       2 Minuten
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