Weil Winter im Winter möglich ist

Ob und wie viel es in der Stadt schneit, weiß vorab niemand. Darauf vorbereitet sollte eine Stadt aber sein


Eiskratzer: Tom Rottenberg

Stadtleben | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

Es war Jänner, als Marcus Tullius Cicero das seither ihm zugeschriebene "Si vis pacem para bellum" ("Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor") in die Menge schleuderte. Doch auch wenn sich Wetterrezensenten gerne einer martialischen Sprache bedienen, wenn sie vom Ringen mit "General Winter" sprechen, ist belegt, dass Roms Konsul nicht an Schneepflug, Streusplit und Weichenheizung dachte, als er das Paradoxon der Friedenssicherung qua Wehrhaftigkeit postulierte: Ciceros Thema war 43 vor Christus kein Wintereinbruch in Rom, sondern der Krieg mit Marc Anton.

Dennoch passt "si vis pacem"

zum Umgang mit dem Winter. Insbesondere im städtischen Raum - also auch in Wien: Wiens Autofahrer erwischen Schnee, Eis und Glätte mit ziemlicher Regelmäßigkeit Mitte Jänner vollkommen überraschend. Auch dann, wenn es zuvor im Bergland wochenlang Schnee-Rekordmengen gab und in der Stadt meist ohnehin nur ein dünnes, rasch von Weiß in mehr als 50 Schattierungen von Schmutziggrau wechselndes

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